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Bellaluna: Rettung für die grösste Verhüttungsanlage Graubündens

  • In Bellaluna zwischen Bergün und Filisur drohen die Ruinen der einst grössten Verhüttungsanlage Graubündens für Eisen und weitere Metalle einzustürzen. Die Freunde des Bergbaus in Graubünden FBG, die Gemeinde Filisur und der Verein Parc Ela spannen nun zusammen, um Geld für die Sicherung dieses wichtigen Zeugen der Bündner Industriegeschichte zu sammeln.

    Mitteilung vom 20.02.2017

    Direkt an der Kantonsstrasse zwischen Filisur und Bergün ragen imposante Mauerpfeiler in die Höhe. Sie sind Teile eines Gebäudes, das einst einen 10 m hohen Hochofen beherbergte. 1835 liessen Christof von Albertini, Präsident des Bündner Bunds, und Oberstleutnant Rageth Abys hier das wohl erste Industriezentrum Graubündens errichten, um darin Eisen zu gewinnen mit Erz aus dem Bergüner Val Tisch und mit Holz aus den grossen Waldungen auf der linken Seite des Albulatals.

    Zum Florieren kam das Geschäft in Bellaluna aber nie. Bereits 1840 stand die Gesellschaft vor dem Zusammenbruch. Immerhin: 1819, also noch vor der Zeit von Albertinis und Abys‘, war es in Bellaluna gelungen, mit der neu entwickelten Zinkdestillation das damals begehrte Zink aus den Erzen des Silberbergs in Davos zu gewinnen. Während wenigen Jahren hielt Bellaluna weltweit das Monopol und arbeitete profitabel. Dann drängten Standorte mit ertragreicheren Erzen und billiger Braunkohle das Werk in Bellaluna aus dem Markt.

    Mauerpfeiler drohen einzustürzen

    Die Ruinen zeugen heute noch von diesem wichtigen Kapitel der Bündner Industriegeschichte. 1982 wurde die Anlage unter Denkmalschutz gestellt, die Rennfeuergruben wurden saniert. Die markanten Mauerpfeiler des ehemaligen Hochofengebäudes und eine bergseitige Stützmauer sind aber inzwischen in einem bedenklichen Zustand und drohen einzustürzen. Um sie zu sichern, braucht der mittlere Mauerpfeiler dringend eine Stützkonstruktion aus Stahl. Zusätzlich müssen die Mauerkronen konserviert und die verwitterten Fugen mit neuem Mörtel saniert werden.

    Die Sicherung kostet gemäss Vorprojekt 380‘000 Franken. Daran hat die kantonale Denkmalpflege bereits einen Beitrag von 30 Prozent zugesichert.

    Der Verein Freunde des Bergbaus in Graubünden FBG hat nun gemeinsam mit dem Verein Parc Ela und der Gemeinde Filisur die Initiative ergriffen, um die fehlenden Mittel zu sammeln.

    Spendenkonto der Freunde des Bergbaus in Graubünden: IBAN CH39 0077 4010 3348 0510 0.

    Bildlegende: V.l.: Elsbeth Rehm, Felix Schutz, Gabi Güntert, Simon Berger, Dieter Müller, Hans Stäbler, Jann Rehm vor den Mauerpfeilern des ehemaligen Hochofengebäudes Bellaluna.

    Weitere Infos für Medien:

    Elsbeth Rehm, Präsidentin Verein Freunde des Bergbaus in Graubünden FBG, 079 203 77 84, fbg(at)bergbau-gr.chwww.bergbau-gr.ch

    Dieter Müller, Gemeindevorstand Filisur, Geschäftsleiter Verein Parc Ela, 079 433 27 49, dieter.mueller(at)parc-ela.ch

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      © Parc Ela | Info- und Buchungsstelle Parc Ela, Stradung 42, CH-7460 Savognin, Tel. +41 (0)81 659 16 18, Fax +41 (0)81 659 16 17, info@parc-ela.ch

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