
Die mehr als 100 Jahre alte Bahnstrecke über Albula und Bernina ist bezüglich Bautechnik und Linienführung eine Meisterleistung. Harmonisch in die wilde Natur eingebettet, schlängelt sich das Paradestück der Bahnpionierzeit durchs Albulatal. Seit Juli 2008 zählen die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn zum UNESCO Welterbe.
Die Strecke ist eine technische Meisterleistung und besticht durch ihre elegante Linienführung und die eindrücklichen Viadukte. Allein in der neun Kilometer langen Schinschlucht von Sils bis zur Kirche Mistail stehen 23 Viadukte. Die beiden spektakulärsten sind jener bei Solis mit einer Bogenspannweite von 42 Metern und der Landwasserviadukt bei Filisur mit seinen 65 Meter hohen Pfeilern und den sechs Bogen von 20 Metern Spannweite. Alle Brücken, Stützmauern und Tunnelportale wurden aus heimischem Naturstein gemauert.
Der Bau der Albulastrecke dauerte fünf Jahre (1898 bis 1903). Eine Herausforderung für die Ingenieure war die Streckenführung: Auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt von Bergün bis Preda galt es über 400 Höhenmeter zu überwinden. Die Strecke musste deshalb mit Schleifen und Kehrtunnels künstlich verlängert werden, um die Steigung zu ermöglichen.
In Bergün steht das Bahnmuseum Albula. Ein Ort für Familien und Bahnliebhaber. Anhand inszenierter Räume, originaler Exponate und einer der letzten «Krokodil»-Lokomotiven vermittelt das Museum spannende Aspekte dieser spektakulären Schweizer Bahnstrecke.
Auf dem Bahnerlebnisweg erfahren Sie von Stefan Barandun Wissenswertes über das UNESCO-Welterbe Rhätische Bahn, die Linienführung und die raffinierten Kunstbauten.