
Im Parc Ela gibt es fünf Waldreservate, wo noch die Natur das Sagen hat.
In einem Naturwaldreservat werden keine Bäumen gefällt. Alte Bäume sterben ab und zerfallen - und werden so zur Grundlage für neues Leben. Davon profitieren unzählige Pilz-, Pflanzen- und Tierarten, die in einem bewirtschafteten Wald wenig Raum zum Leben finden.
Im Naturwaldreservat La Niva oberhalb von Savognin wurde der letzte Baum 1993 gefällt. Weite Teile des Reservats werden aber bereits viel länger nicht mehr bewirtschaftet. Der letzte grossflächige Eingriff des Menschen fand 1958/59 statt. Seit damals hat sich der Wald ohne Holznutzung entwickelt. Die wichtigste Baumart in La Niva ist die Bergföhre. Der Dreizehenspecht nistet in Baumhöhlen von alten und toten Bäumen und stochert in der Rinde absterbender Bäume nach Insektenfutter.
Im Naturwaldreservat am Crap Furò finden sich ebenfalls Bergföhren - vergesellschaftet mit Waldföhren und Fichten. Das Naturwaldreservat im Val Faller bei Mulegns schützt einen Lärchenwald.
Im Parc Ela gibt es zwei Sonderwaldreservate zum Schutz des bedrohten Auerhuhns, das in lichten Nadelwäldern mit Zwergsträuchern lebt. Um das Auerhuhn bei Winterruhe und Balz nicht zu stören, darf in im Winter und Frühling in den Sonderwaldreservaten nicht geholzt werden und der Wintersport wird daran vorbeigelenkt.
Oberhalb der Bellaluna (Filisur) liegt der höchstgelegene Eibenwald Graubündens. Die seltene Baumart tut sich schwer mit der Vermehrung - eine Herausforderung für die Förster/innen.