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09.05.2019

ANiM auf Tour / ANiM sen tura

Die Region des Parc Ela ist in kontinuierlichen Wellenbewegungen immer wieder durch Pionierleistungen aufgefallen. Das Gebiet scheint ein guter Nährboden für visionäre Ideen zu sein. Mit aufmerksamem Blick lässt sich dies in der Gegenwart, in den vergangenen Jahrzehnten, Jahrhunderten, ja eigentlich zurück bis in die Frühzeit verfolgen. Mit dem Projekt «ANiM sen tura» macht sich ANiM in Zusammenarbeit mit dem Verein Parc Ela auf die Suche nach guten Geschichten von Macher*innen und will die ansteckende Wirkung des Pioniergefühls ausloten. 

 

Es ist längst kein Geheimnis: Das Surses und das Albulatal wie der ganze Kanton Graubünden stehen vor grossen wirtschaftlichen Herausforderungen. Kein Grund unglücklich zu sein, da sind sich weite Teile der Bevölkerung einig. Seit dem grünen Licht für das Inszenierungsprojekt «Landwasserviadukt», der Vision «Aventura Alvra», den Gemeindefusionen in beiden Tälern, dem nachhaltigen Erfolg von Origen, den geplanten Hotelprojekten in Savognin und manchen kleinen und jungen Initiativen herrscht Aufbruchstimmung. Denn die Zukunft bringt Chancen in neuen Nischen, die von allen mitgestaltet werden können. Es geht nicht nur um verkehrstechnische und touristische Lösungen, sondern um die Aufwertung des Wohn- und Wirtschaftstandortes an sich, um die Stärkung des Allgemeinwohls im Lebensraum, um die Ausdrucksmöglichkeiten und Angebote von und für Ein- und Zweitheimische. Dieses Potential liegt in den Händen aller.

Dazu braucht es Machergeist. Das Machen bringt neue Impulse und Energien. Und es wirkt verbindend. ANiM kam im vergangenen Jahr mit vielen Menschen zusammen und konnte unter anderem aus unzähligen Gesprächen, RoundTables, Workshops und Beobachtungen herauskristallisieren, dass viele sich nach mehr Mut und mehr Zusammenhalt sehnen, mehr am gleichen Strick ziehen wollen. Ausserdem konnte ein Pioniergefühl identifiziert werden, das sich mit Stolz auf die Errungenschaften der Vorfahren bezieht, aber bei vielen genauso auch selber unter der Oberfläche brodelt. Damit sind wichtige Grundbedingungen fürs Machen gegeben.

Machen als Lebenshaltung

Manche Menschen werden als Macher*innen geboren, andere bekommen durch Vorbilder in ihrer Familie einen idealen Nährboden dafür, wieder andere haben gute Ressourcen, Geld und Zeit. Aber das Machen ist nicht nur Schicksals- und Geldfrage, sondern ist eine Lebenshaltung und kann methodisch und bewusst gestärkt werden. Das Projekt «ANiM sen tura» setzt hier an. Es möchte vermitteln, dass Innovationsgabe und Phantasie kein Zufall sind und in jedem schlummern.

Was heisst das konkret?

ANiM begibt sich ab jetzt bis im Herbst 2019 im Parc Ela auf Spurensuche nach Macher*innen und Pioniergeschichten. Dazu geht ANiM auf Dorf- und Hausbesuche, nimmt Geschichten und Hinweise entgegen und versammelt sich bei vier RoundTables mit Macher*innen vor Ort. Ziel ist eine Geschichtensammlung, die inspiriert, vernetzt und stärkt.  Macher*innen sind eingeladen, voneinander zu lernen und der Allgemeinheit ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen. An den RoundTable-Workshops wird auf partizipative und ko-kreative Weise das Schaffen neuer Ideen erprobt.

Neben regelmässigen Reiseberichten wird die Macherlandschaft im ANiM-Stall in Savognin als grosses Zettelwandbild angelegt. ANiM will die Geschichten zudem analysieren. Gibt es gemeinsame Muster? Können für die Region spezifische Macher-Rezepte abgeleitet werden? Die Erkenntnisse sollen wieder an die Bevölkerung zurückfliessen. Auf welche Art und Weise dies geschehen soll und welche weiterführenden Massnahmen anschliessend folgen, wird aus dem Ergebnis abgeleitet. ANiM und Parc Ela freuen sich darauf, viele noch ungehobene Schätze kennenzulernen. Auf der Website www.anim.jetzt/animsentura wird laufend über den Projektstand berichtet.

 

1. Geschichten aus der Bevölkerung gesucht

Wer eine gute Geschichte von Macher*innen oder ein Pionierprojekt in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt, kann sie auf untenstehenden Kanälen direkt selber einreichen oder auch Personen nominieren.

Doch, was ist eine «gute Geschichte»? Sich selber als Pionier*in zu bezeichnen, dürfte den meisten schwerfallen. Bei diesem Projekt sind jedoch nicht nur die grossen und bekannten Würfe gefragt, sondern vor allem auch die kleineren Wegbereiter. Menschen, die in einem Pioniermoment gewinnbringend etwas Neues erschaffen oder ausprobiert haben. Menschen, die einer Vision nachgegangen sind und mit Mut über abschreckende Hürden gingen. Projekte, die sich im Sinne eines zukunftsorientierten Gemeinwohls einsetzen. Projekte, die stolz machen, berühren, motivieren und Weiteres anstossen. Ganz nach dem Motto: Lieber eine Geschichte mehr, als eine zu wenig.

Die Geschichten können persönlich oder anonym, ausführlich oder in ein paar Stichworten eingereicht werden.

Geschichten einreichen und nominieren

Webformular. www.anim.jetzt/animsentura
Email. kontakt@anim.jetzt
Whatsapp + Combox. 079 442 25 30
Post. ANiM, Stradung 26, 7460 Savognin

 

2. Macher*innen für Workshop gesucht

Über die Projektlaufzeit verteilt finden in Tiefencastel, Savognin, Bivio und Bergün vier RoundTable-Workshops statt. Dazu sind Menschen, Ein- und Zweitheimische oder Ausgewanderte aus der ganzen Region Parc Ela gesucht, die ihre Macher-Geschichte erzählen wollen, die Lust auf einen ko-kreativen Austausch haben und bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum Wohl der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Daten RoundTable-Workshops

  • Do, 16. April 2019, Tiefencastel
  • Do, 27. Juni 2019, Savognin
  • Do, 22. August 2019, Bivio
  • Do, 3. Oktober 2019, Bergün

jeweils 20–22.30 Uhr
max. 20 Personen
Treffpunkte werden vorgängig bekannt gegeben

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