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04.03.2021

Neues Projekt stärkt Regionalprodukte im Parc Ela

Die Landwirtschaft erfüllt eine der Kernaufgaben im Parc Ela: Sie produziert hochwertige Lebensmittel, pflegt und fördert die Natur und Landschaft, sichert Arbeitsplätze und erzeugt Wertschöpfung. Viele landwirtschaftliche Produkte verlassen jedoch die Region für die weiterführende Verarbeitung. Ihre Vermarktung und Wertschöpfung findet ausserhalb des Naturparks statt. Mit dem neuen Projekt «Netzwerk Regionalprodukte Parc Ela» will der Verein Parc Ela zusammen mit regionalen Akteurinnen und Akteuren Regionalprodukte stärken und mehr Wertschöpfung in der Region erzielen.

 

Das Projekt «Netzwerk Regionalprodukte Parc Ela» setzt dort an, wo heute Lücken in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette bestehen. Ein gemeinschaftliches Hauptprojekt und verschiedene Teilprojekte sind bereits angedacht. Im Zentrum steht der Aufbau einer virtuellen Plattform, die Produzentinnen und Produzenten mit der regionalen Gastronomie verlinkt. Die Plattform soll ein Sortiment, Bestellverfahren und Rechnungstellung für alle Regionalprodukte aus dem Parc Ela beinhalten. Ausserdem soll ein Vertriebs- und Logistikzentrum aufgebaut werden, um Regionalprodukte preisgünstig und effizient vom Produktions- zum Verbrauchsort zu bringen. Eine gemeinsame Vermarktungsstrategie wird zukünftig die Sichtbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachfrage von Regionalprodukten aus dem Parc Ela stärken. Auch eine im Januar 2021 durchgeführte online-Umfrage bei den produzierenden Betrieben und weiteren Interessierten hat die Wichtigkeit einer gemeinsamen Vermarktungsstrategie, einer virtuellen Plattform und eines Logistik- und Vertriebszentrums für Regionalprodukte klar unterstrichen.

Die online-Umfrage hat zudem aufgezeigt, dass eine Nachfrage nach einem Schlacht- und Fleischverarbeitungszentrum im Parc Ela besteht. Der grösste Teil der Tiere wird heute ausserhalb des Parc Ela geschlachtet und verarbeitet. Viele Landwirtschaftsbetriebe wünschen sich für ihre Tiere jedoch kürzere Transportwege. Weiter angedacht sind Projekte in den Wertschöpfungsketten Milch, Gemüse, Früchte, Getreide und Hülsenfrüchte. Ziel ist es, die Herstellung von qualitativ wertvollen Regionalprodukten im Parc Ela weiter auszubauen.

Die im Austausch mit der Standortentwicklung Surses sowie einzelnen Akteurinnen und Akteuren erarbeitete Projektskizze wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft im Dezember 2020 positiv beantwortet. Der Bund unterstützt die Vorabklärungen im Rahmen eines Projekts zur Regionalen Entwicklung (PRE) mit 20'000 Franken. Die Standortentwicklung Surses und der Verein Parc Ela unterstützen die Vorabklärungsphase ebenfalls mit total Fr. 20'000 und stellen gemeinsam den Wissenstransfer sicher. In einem ersten Schritt werden in Arbeitsgruppen die einzelnen Teilprojekte auf ihre Machbarkeit geprüft. Das dient dann als Entscheidungsgrundlage dafür, welche Teilprojekte in die Detailplanung (Grundlagenetappe) gehen können.

Bis in einem Jahr soll damit der Grundstein gelegt sein, um innerhalb der nächsten 6 Jahre die Verarbeitungs-, Vertriebs- und Vermarktungsstrukturen von Regionalprodukten im Parc Ela zu verbessern.

Die aktuell knapp 100 landwirtschaftlichen Betriebe im Parc Ela werden vom Gesamtprojekt profitieren können. Durch Innovation und einer engen Zusammenarbeit mit Gewerbe, Hotellerie und Gastronomie sollen zukünftig vermehrt Regionalprodukte im Parc Ela produziert und vermarktet werden. Dadurch können attraktive Arbeitsplätze gesichert, neue geschaffen und die Berglandwirtschaft sowie die regionale Wertschöpfung nachhaltig gestärkt werden.

Beilage

Grafik Projektaufbau «Netzwerk Regionalprodukte Parc Ela»

Kontakt

Tina Roner, Projektleiterin Regionalprodukte & nachhaltige Wirtschaft, tina.roner@parc-ela.ch, 081 511 35 05

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