Parc Ela Parc Ela Parc Ela Parc Ela

Pass digls alps

Vielseitige Passlandschaft mit 3 wichtigen Alpenpässen

Septimerpass © Lorenz A. Fischer

Julier, Albula und Septimer. Im Parc Ela liegen gleich drei bedeutende Alpenpässe. Und dutzende kleinere Übergänge, je nach Sprachregion Fuorcla (Rätoromanisch) oder Furgga (Walserdeutsch) genannt, verbinden die zahlreichen Täler im Park.

Handelswege über die Alpen

Albula, Julier und Septimer. Diese drei Pässe über die Alpen spielten für die Gemeinden im Parc Ela schon früher eine grosse Rolle. Im Jahr 15 v. Chr. unterwarfen römische Truppen die Alpenvölker und drangen über den Septimerpass ins Surses ein. Das heutige Graubünden war danach jahrhundertelang Teil der römischen Provinz Raetia. Die Römer verbesserten die Verkehrsinfrastruktur und organisierten den Warentransport. In bis zu 100 Kilogramm schweren Amphoren wurden unter anderem Wein und Olivenöl über die Alpen transportiert. Am Julierpass bei La Veduta sind noch heute bis zu 45 Zentimeter tiefe Karrengeleise zu sehen, die wahrscheinlich aus dieser Zeit stammen.

Vögte am Septimer

Vom 4. bis zum 17. Jahrhundert war der Septimerpass zwischen Bivio im Surses und Casaccia im Bergell eine der wichtigen Route von und nach Italien. Entlang des Weges zogen die Vögte Zölle ein, welche zu einem grossen Teil in die Kassen des Bischofs von Chur flossen. Nach dem Bau der Kunststrasse über den Julier von 1820 bis 1840 verlor der Septimer an Bedeutung. 1990 wurde der besonders auf der Südseite spektakuläre, gepflästerte Weg saniert und begeistert heute Wanderer und Biker.

Albula als Postverbindung nach Venedig

Auch der Albula von Preda nach Madulein war und ist ein wichtiger Übergang. Den Eingang ins Albulatal kontrollierten die Herren von Vaz von der Burg Belfort aus. Seinen Höhepunkt als Passverbindung erlebte der Albula im 16. Jahrhundert. Die Bündner eroberten damals das Veltlin und wurden so ein Nachbar von Venedig. Auf der Albula-Achse wurde 1548 ein französisch-venezianischer Postdienst eingerichtet. Die Etappenorte im Parc Ela waren Lantsch/Lenz und Bergün/Bravuogn. Der Dienst verlor aber rasch an Bedeutung, da es viel nähere Wege gab. Heute bleibt der Albula im Winter geschlossen: Dann gehört er den Schlittlern, die von Preda auf der Passstrasse nach Bergün hinunter sausen.

Strassenbau im 19. und 20. Jahrhundert

Einschneidende Veränderungen erlebte die Region im 19. und 20. Jahrhundert durch den Strassenbau: Nun war das Reisen mit Pferdekutschen über den Julier- und Albulapass möglich, entlang der Strassen entstanden Hotels und die Touristen reisten ab 1900 mit der Albulabahn an. Heute ist die Julierpassstrasse die wichtigste Verbindung ins Engadin. Das 20. Jahrhundert brachte der Region auch eine weitere radikale Modernisierung: Die Elektrizität. Die Kraftwerke Albula und Marmorera liefern Strom bis in die Stadt Zürich.

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