Parc Ela Parc Ela Parc Ela Parc Ela

Gôts da muntogna

Bergwälder prägen die Landschaft im Parc Ela

Ein Viertel des Parc Ela ist bewaldet.

Ein Viertel des Parc Ela ist bewaldet. Im rauen und trockenen Gebirgsklima wachsen vorwiegend Nadelbäume wie Fichten, Wald- und Bergföhren, Lärchen und Arven. In den Wäldern des Naturparks finden Hirsche, Rehe, Gämsen und eine der letzten grossen Auerhuhn-Populationen der Schweiz Nahrung und Deckung.

Die 4 Naturwaldreservate im Parc Ela

  • Naturwald Crap Alv-Ervedi

    Am Albulapass bilden auf 1‘800 bis 2‘200 m .ü.M. Bergföhren- und Lärchen-Arvenwälder mit feuchten Lichtungen ein vielfältiges Lebensraummosaik. Ein optimaler Lebenraum für Birkhühner.

    Naturwald Crap Alv-Ervedi
  • Naturwald Crap Furò

    Im Wald um den Crap Furò bei Surava wachsen Fichten, Berg- und Waldföhren. Der Crap Furò (Romanisch: löchriger Fels), eine 60 m hohe Felsnadel, steht beim geografischen Mittelpunkt Graubündens.

    Naturwald Crap Furò
  • Naturwaldreservat La Niva

    Im Wald am Fuss des Piz Mitgel ob Savognin wachsen auf trockenem und magerem Boden zu 70% Bergföhren und nur zu 29% Fichten. Auf offenen Plätzen balzen im Frühling die Birkhähne.

    Naturwaldreservat La Niva
  • Naturwald Val Faller

    Im Val Faller bei Mulegns wächst ein reiner Lärchenwald mit wenigen Fichten und Arven. Die Lärchen verfärben sich im Herbst goldgelb. Im oberen lockeren Waldgürtel leben Birkhühner.

    Naturwald Val Faller

Naturwald- und Sonderwaldreservate

Im Parc Ela gibt vier Naturwaldreservate. Diese werden nicht mehr bewirtschaftet. Die Entwicklung des Walds wird der Natur überlassen und es werden keine Bäume mehr gefällt. Alte Bäume sterben ab und zerfallen – und werden zur Grundlage für neues Leben. Davon profitieren Pilz-, Pflanzen- und Tierarten, die in einem bewirtschafteten Wald weniger Raum zum Leben finden.

Die zwei grossen Sonderwaldreservate im Albulatal und im Surses sind auf den Auerhuhn-Schutz ausgerichtet. Durch die Förderung einer üppigen Krautschicht mit Heidelbeeren wird die Nahrungsgrundlage der Vögel verbessert. Jungwaldgruppen und Bäume mit hinabreichenden Ästen sollen ihnen bei Störungen bessere Deckung bieten.

Artenreich dank naturnaher Bewirtschaftung

Durch eine grösstenteils naturnahe Bewirtschaftung kann die Artenvielfalt der Wälder erhalten bleiben. Es werden jene Baumarten gefördert, die von Natur aus am betreffenden Standort vorkommen und der Wald verjüngt sich natürlich. Nur ausnahmsweise werden Bäume angepflanzt. Ein Teil der alten Bäume und des Totholzes werden als Lebensräume für Tiere, Pilze und Pflanzen stehen bzw. liegen gelassen.

Schutz vor Naturgefahren

Der Wald in den Bergen erfüllt aber auch die wichtige Aufgabe, Menschen, Siedlungen und Strassen vor Lawinen, Steinschlag, Hochwasser, Bodenerosion und Erdrutsch zu schützen. Siedlungen, die Julierstrasse und die Albulalinie der rhätischen Bahn müssen besonders geschützt werden. Schutzdämme, Lawinen- und Steinschlagverbauungen ergänzen den Schutzwald. 43%  des Walds im Parc Ela ist Schutzwald.

Rohstoff- und Energielieferant

Der Wald ist aber auch wirtschaftlich von Bedeutung. Er liefert Holz - einen wertvollen, nachwachsenden Rohstoff und erneuerbare Energie. Die gesamte Waldfläche im Parc Ela ist FSC-zertifiziert: Die Nutzung erfolgt so, dass der Wald als intaktes Ökosystem langfristig erhalten bleibt. Entlang der Holzkette «Waldbau - Sägerei - Holzbau - Schreinerei - Energieholz» entstehen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. 

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