Medienmitteilung 10. Juni 2026

Gebietsfremde Problempflanzen im Parc Ela

Riesenbaerenklau
Riesenbärenklau
Der Verein Parc Ela setzt sich zusammen mit den Naturpark-Gemeinden für die Bekämpfung invasiver Neophyten ein. Die ersten Einsätze im April zeigen eindrucksvoll, dass sich die konsequenten Massnahmen der letzten Jahre gelohnt haben. Wer mitmachen will, kann sich beim Naturpark informieren. 

Schädlich für die Gesundheit 

Wie es sein Name erwarten lässt, wird der Riesen-Bärenklau ziemlich gross, teilweise bis zu 4 Meter hoch. Der Saft dieser ursprünglich im Kaukasus beheimateten Pflanze kann in Kombination mit Sonnenlicht zu Hautreizungen und sogar Verbrennungen führen. Sie zählt damit zu den invasiven Neophyten, die einen negativen Einfluss auf die menschliche Gesundheit, einheimische Biodiversität oder Infrastrukturen haben. 

 

Arbeitsstunden auf ein Zwölftel reduziert 

Auch in der Deponie bei Brienz gab es grosse Bestände an Riesen-Bärenklau. In Absprache mit dem kommunalen Neophyten-Beauftragten und Revierförster Patrick Müller bekämpfen Mitarbeitende des Parc Ela diese Bestände seit 2024. Mit Erfolg: Waren damals noch 72 Arbeitsstunden notwendig, um alle Pflanzen auszustechen, reduzierte sich dieser Aufwand im Folgejahr auf 18 Stunden. Diesen April waren nur noch sechs Stunden notwendig. 

 

Weiterer Einsatz notwendig 

Das Einzelbeispiel zeigt: Sachgemässe Bekämpfung ist von Erfolg gekrönt. Dennoch sind weitere Nachkontrollen erforderlich, und der Riesen-Bärenklau ist nicht der einzige invasive Neophyt. Ein Flyer, der 2025/6 in den Gemeinden Albula/Alvra, Bergün Filisur und Schmitten in den Briefkästen lag, orientiert über weitere Arten. 

Es gibt viele Möglichkeiten, selbst gegen Neophyten aktiv zu werden: Im eigenen Garten, durch das Melden von gesichteten Pflanzen über Neomap sowie am Freiwilligentag Neophyten am 19. Juni.