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Natur & Landschaft aufwerten

Trockenmauern bauen © Lorenz A. Fischer
Trockenmauern bauen © Lorenz A. Fischer
Wir fördern die Biodiversität und eine attraktive Landschaft. 
Wir ermöglichen die Aufwertung wertvoller Lebensräume und Landschaftselemente in der traditionellen Kulturlandschaft und führen selber Aufwertungen durch. 

Aktuelle Projekte

Trockenmauerprojekt

Im Parc Ela gibt es rund 45 Kilometer Trockenmauern. Sie wurden früher im Berggebiet vor allem als Weidegrenze, als Triebweg, zur Terrassierung der Felder oder als Lawinenverbauung erstellt. Mit ihren vielen Zwischen- und Hohlräumen bieten sie diversen kleinen und grösseren Lebewesen Unterschlupf. Da viele Trockenmauern schon lange nicht mehr gewartet werden, sind rund 60% der Mauern im Parc Ela sanierungsbedürftig oder gar zerfallen. Der Unterhalt ist jedoch aufwändig und die jahrhundertalte Handwerkskunst geriet langsam in Vergessenheit.

Seit 2009 wird deshalb das Handwerk des Trockenmauerbaus von Fachpersonen des Verein Parc Ela gelehrt, weitergegeben und dadurch wiederbelebt. Im Rahmen von Kursen und Natureinsätzen werden die sanierungsbedürftigen Mauern in lokaltypischer Bauweise wieder hergestellt. 

​​​​​​Förderung von Still- und Kleingewässern

Im Rahmen des Biotopverbunds Albula wertet der Verein Parc Ela die Tümpellandschaft im Albulatal auf. Aktuelles Beispiel: die Neuanlegung zweier Teiche in Gravas, Surava.

Gemeinsam mit der Gemeinde Surses und dem naturemade star-Fonds von ewz wurde 2019 ein Gewässerentwicklungskonzept erarbeitet. Dieses erlaubt eine langfristige Planung und koordinierte Umsetzung von Aufwertungsmassnahmen und Hochwasserschutzprojekten etc. an den Fliessgewässern im Surses.

Insektenförderung

Das weltweite Insektensterben macht sich auch im grössten Naturpark der Schweiz bemerkbar. Vor allem in den Siedlungsgebieten und dem angrenzenden Kulturland ist der Rückgang der Insektenvielfalt ersichtlich. Mit einer mehrjährigen Kampagne von 2021-2024 möchte der Verein Parc Ela die Insektenvielfalt im Parkgebiet erhalten und aktiv fördern. Neben der Förderung von Insektenlebensräumen, schaffen wir mit der Parkbevölkerung zusammen bunte Insektenoasen im Kulturland und im Siedlungsraum.

Weitere Informationen

Natureinsätze

Wir führen Natureinsätze mit Freiwilligen wie Schulen, Firmen oder Vereine durch, um Landwirtschaftsbetriebe und weitere lokale Akteure bei aufwändigen Arbeiten zu unterstützen. Wir übernehmen die Planung, Bauleitung und Bauführung der Einsätze mit Freiwilligen und stellen die nötige Infrastruktur wie z.B. Werkzeuge oder Bildungstools zur Verfügung. Die Gruppen werden draussen von unseren Parc Ela-Gruppenleitenden betreut. Sie sind fachlich und pädagogisch geschult und gewährleisten die Arbeitssicherheit sowie eine hohe Arbeits-, Umweltbildungs- und Erlebnisqualität. 

Weitere Infos und aktuelle Angebote

Mitwirkung bei Mission B für mehr Biodiversität

Das gemeinsame Projekt von SRF, RSI, RTR und RTS hat zum Ziel, die Biodiversität in der Schweiz nachhaltig zu fördern. Gemeinsam mit der Bevölkerung soll möglichst viel neue biodiverse Fläche geschaffen werden. Schmetterlinge, Vögel, Wildbienen, Eidechsen und Igel sollen ein Zuhause finden. Auch der Verein Parc Ela hat bereits einige seiner Projekte bei Mission B eingetragen wie etwa Tümpelbauten im Albulatal oder Sanierung von Trockenmauern an verschiedenen Orten im Naturpark. Ab November 2020 hat das Festival der Natur die Leitung des Projekts Mission B übernommen. 

Der Verein Parc Ela hat unter anderem:

  • seit 2012 3'714 Freiwillige für 118 Natureinsätze in die Region geholt, sie betreut und Spuren in der Landschaft, in den Köpfen und den Herzen hinterlassen und dabei insgesamt 16'931 Logiernächte generiert 
  • 56 ha Trockenstandorte, 204 ha Hecken, 3828 ha Waldweiden und 706 ha Moore gepflegt
  • 982 Laufmeter alte Holzzäune ersetzt oder neu gebaut
  • seit 2009 auf 35 Baustellen während rund 40'000 Arbeitsstunden mehr als 3'900 Tonnen Steine zu 3'000 Laufmetern verbaut, gemeinsam mit Freiwilligen und lokalen Bauunternehmungen
  • im Rahmen eines Gewässerentwicklungsprojekts Gewässerlebensräume aufgewertet, z.B. Neubau der Teiche Rözenwald Filisur, Gravas Surava
  • die Sportanlagen Bivio beim Bau der neuen Fahrspur in die neue Mittelstation Camon unterstützt und dabei auch das Flachmoor dort saniert
  • gemeinsam mit dem Amt für Wald und Naturgefahren ein Konzept entwickelt, wie die seltenen Laubwälder noch wertvollere Lebensräume werden können und das Konzept gleich in drei Beispielen in Schmitten, Alvaneu und Salouf umgesetzt
  • ein Konzept erarbeitet, wie die Tümpel und Teiche im Albulatal gefördert werden können und bereits mehrere Feuchtgebiete saniert oder neu angelegt
  • am Septimerpass in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Bivio und Bregaglia rund 420m Trockenmauern neu aufgebaut/saniert sowie der historische Verkehrsweg auf der Bergeller-Seite gepflästert

Kontakte

Regina Lenz, Geschäftsleitung, Bereichsleitung Natur und Landschaft, Projektleitung Insektenkampagne und Lebensraumaufwertung
Tel.: +41 (0)81 508 35 03, regina.lenz@parc-ela.ch